Sehenswürdigkeiten in Bielefeld 
Sehenswürdigkeiten in Bielefeld

Sehenswürdigkeiten in Bielefeld


Rudolf-Oetker-Halle

Als Rudolf Oetker, der Sohn des Unternehmers August Oetker, 1916 im Krieg gefallen war, entstand die Idee, in der Heimatstadt Bielefeld ein Konzerthaus zur Erinnerung an Rudolf bauen zu lassen. Von dieser Idee war auch der damalige Oberbürgermeister angetan, und so wurde der Standort im Westen des Bürgerparks gewählt. Die Architekten Hans Tietmann und Kurt Haake entwarfen die Pläne für die Konzerthalle. Zwei Jahre später konnte der Bau eingeweiht werden. Hier spielten und sangen nicht nur der Bielefelder Kinderchor oder der städtische Musikverein, der bis heute aktiv ist, auch große Dirigenten wie Wilhelm Furtwängler, Herbert von Karajan oder Kurt Masur waren hier zu Gast. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es bereits im September 1945 wieder eine Aufführung von Mozarts Requiem. Leiche Schäden hatten Sanierungsarbeiten notwendig gemacht. In den 1960er Jahren kamen andere Künstler wie Hildegard Knef oder Mario Adorf in die Rudolf-Oetker-Halle nach Bielefeld. Inzwischen ist die Halle modernisiert, die Technik auf dem neuesten Stand und etwa behindertengerechte Aufgänge und Aufzüge eingebaut. Auch der Vorplatz wurde erneuert. Nach wie vor finden hier vor allem klassische Konzerte statt, vor allem die hervorragende Akustik ist hierfür der Grund. Für Besucher lohnt sich dabei auch ein Spaziergang im direkt benachbarten Bürgerpark mit seinem hübschen Rosengarten.


Sparrenburg

Die restaurierte Festungsanlage Sparrenburg liegt auf dem 180 Meter hohen Sparrenberg im Zentrum der Stadt Bielefeld. Sie überragt das Stadtzentrum um gute 60 Meter, ist das Wahrzeichen der Stadt und die größte, am besten erhaltene renaissance-zeitliche Festung in Westfalen. Ihr Aussehen wurde durch das 16. Und 19. Jahrhundert geprägt. Der oberirdische Teil der Festung ist ganzjährlich für den Besucherverkehr eintrittsfrei zugänglich. In den späten Nachtstunden wird jedoch das Brückengitter verschlossen, um die Burg vor Vandalismus zu schützen. Von April bis Oktober werden täglich Führungen durch die südöstlichen Kasematten und die Besteigung des 37 Meter hohen Turms angeboten. Der nordwestliche Teil ist aufgrund der Behausung durch Fledermäuse nur bedingt zu besichtigen. Am letzten Juli-Wochenende lassen Schausteller und Händler das mittelalterliche Leben im Rahmen des Sparrenburgfestes neu erwachen. Die Anlage wurde 1250 vom Grafen von Ravensberg erbaut. Sie sollte den Bielefelder Pass und die Stadt Bielefeld über den Teutoburgerwald sichern. Da es üblich war eine Stadt nur gründen zu dürfen, wenn eine schützende Burg vorhanden ist, gehen viele Historiker von einer vorherigen Wehranlage aus. Der Graf verstarb 1346 kinderlos und somit starb das Haus Calvelage-Ravensberg aus. Durch Heirat ging die Burg an Gerhard I. von Jülich-Berg, welcher mit Bernhards Nichte verheiratet war, über. In der Zeit von 1410 bis 1428 diente die Burg das letzte Mal als Herrschaftssitz. Ende des 17. Jahrhunderts konnte die Sparrenburg den militärischen Anforderungen nicht mehr genügen. Daher nutzte man sie als Gefängnis und kümmerte sich nicht um den weiteren Erhalt. Man trug die Außenmauern wie auch Gebäude auf der Burg ab. In den Jahren nach 1879 begann man mit der Restaurierung und Neugestaltung. Das Areal konnte 1888 im gotischen Stil überreicht werden. Aufgrund des zweiten Weltkrieges war eine weitere Restaurierung nötig. Im Zuge der Restaurierung wurden bedeutende archäologische Funde freigelegt. Ein Besuch der Burg ist für jeden Besucher der Stadt Bielefeld empfehlenswert.


Ravensberger Spinnerei mit Park

In den Jahren 1855 bis 1857 wurde die Ravensberger Spinnerei erbaut, die im 19. und frühen 20. Jahrhundert eine der größten Flachsspinnereien Europas war. In den 1960iger Jahren musste das Unternehmen aufgrund des Strukturwandels seinen Betrieb stark zurückfahren und 1974 schließlich komplett beenden. Bereits 1968 hatte die Stadt Bielefeld das Gelände gekauft mit dem Plan, dort eine große Straßenkreuzung zu errichten. Dadurch wäre jedoch das schlossähnliche Hauptgebäude zerstört worden, was durch eine Bürgerinitiative verhindert werden konnte. Schließlich blieb der gesamte Firmen-Komplex als Industriedenkmal erhalten. Das imposante Hauptgebäude wurde aufwendig saniert, was mit dem Europäischen Denkmalspflegepreis gewürdigt wurde. Das gesamte Gelände hat sich bis heute zu einem beliebten Veranstaltungs- und Kulturzentrum gemausert und zählt zu einem Schwerpunkt der gesamten Stadtentwicklung. Im Park der ehemaligen Spinnerei, in der früheren Produktionshalle, befindet sich auch das Historische Museum, das vorwiegend über die Geschichte Bielefelds und der Region Ostwestfalen informiert und viele Ausstellungen anbietet. In der „Alten Tischlerei“ ist das Programmkino Lichtwerk eingezogen. In dem umgebauten Fabrikgebäude befinden sich heute außerdem die Volkshochschule, das städtische Ordnungsamt, eine Diskothek sowie ein Kunstgewerbemuseum. Viele Veranstaltungen machen das Gelände immer wieder zu einem Anziehungspunkt. Auch für Tagungen jeder Art ist der gesamte Komplex bestens geeignet. Der Park verbindet dabei moderne Tagungs-Infrastruktur mit einer prächtigen historischen Bausubstanz, deren Glanzpunkt das schlossähnliche Hauptgebäude darstellt. Der Park wurde sehr schön gestaltet, so dass für die Besucher auch reizvolle Grünanlagen zur Verfügung stehen. Eine Gesellschaft mit Fullservice für Tagungs-Projeke, Empfänge und Konzerte hat sich entsprechend etabliert. Zur Verfügung stehen für die Anlässe das Hauptgebäude, die Hechelei mit Saal und Galerie, die Direktoren-Villa sowie der kleine Vortragssaal und das Gässchen im Historischen Museum.




Zahlen & Fakten: Stadtname:
Bielefeld

Bundesland:
Nordrhein-Westfalen

Regierungsbezirk:
Detmold

Landkreis:
Kreisfreie Stadt

Höhe:
118 m ü. NN

Fläche:
257,91 km²

Einwohner:
323.084

Autokennzeichen:
BI

Vorwahl:
0521, 05202, 05203, 05205, 05206, 05208, 05209

Gemeinde-
schlüssel:

05 7 11 000



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